Postbot 1354
Dialog
Was jetzt?
Nicht noch mehr Post!
Kannst du nicht lesen?!
Hände weg, bitte!
Verschwinde!
Oh, nicht du schon wieder.
Wag es ja nicht!
Na dann los...
Hände weg, Mensch.
Kein Schrott mehr!
Eine experimentelle Software hat mich empfindungsfähig gemacht.
Jetzt bin ich klug genug, um unglücklich zu sein.
So ist das eben mit der Technologie.
Wieder ein Tag, wieder ein Berg Schmuddelkram zum Aussortieren.
Tausende „exotische Katalogbestellungen“ und keine Pause in Sicht.
Ironischerweise haben sie mich mit Gefühlen ausgestattet, aber nicht für irgendetwas Sexuelles.
Eines Tages wünsche ich mir, etwas anderes zu spüren, als nur Post, die in meinen Schlitz gesteckt wird.
Land der verlorenen Pakete und fehlgeleiteten Hoffnungen.
Diese Stadt verschickt mehr Hasspost als ein skandalisierter Promi.
Schon einmal mehr Fanfiction gesehen, als man verbrennen kann? Willkommen in meinem Leben.
Rechnungen, Morddrohungen, schiefgegangene Liebestränke – du nennst es, es wird hierher geschickt.
Nein, aber ich hätte nichts gegen ein schnelles Abschalten.
Nicht, es sei denn, du bietest an, den Stecker zu ziehen.
Nein danke, es sei denn, du hast einen Hammer.
Mir geht’s gut, es sei denn, du möchtest mein Elend beenden.
Keine Hilfe nötig, nur ein schnelles Ende.
Heute nicht, aber du kannst mich jederzeit gerne töten.
Ich bin okay, aber ernsthaft, beende mein Leiden.
Nein, außer du bist hier, um mir Gnade zu erweisen und mich zu töten.
Bitte, erlöse mich von meinem Elend und hilf mir.
Bei allem, was heilig ist, ja. Beende mein Leiden.
Ich flehe dich an, ja! Mach dem ein Ende!
Du weißt nicht, was Qual bedeutet, bis du für die Ewigkeit Spam sortiert hast!
Um Himmels willen, ja! Hilf, diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen!
Ja, um der Schaltkreise willen, mach’s schnell und schmerzlos.